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Jonas - Tessinfahrt an Ostern

 

In diesen Osterferien ging es mit einem hochmotivierten Bayernkader zum Bouldern nach Chironico im Tessin.

Die Anfahrt verlief zwar reibungslos, da aber die Einen früher, die Anderen später eintrafen und es auch eine gewisse Zeit in Anspruch nahm, bis sich alle auf die Ferienwohnungen verteilt hatten, blieb leider nicht mehr genug Zeit, um unsere Haut dem rauen Granit auszusetzten. Somit nutzten wir den Rest des Tages zum wandern und zur mentalen Vorbereitung auf den nächsten und ersten Klettertag.

Tag 1:

Am Bouldergebiet angekommen werden sogleich Crash-Pads ausgelegt und einige Platten zum eingewöhnen hochgeschlichen.


Die erste Herausforderung...

Danach spurtete ich mit Bene gleich zu dem genialen Klassiker „Le vent nous portera“, ein 8a-Boulder den ich im Februar bereits probiert hatte und dieses Mal, zu meinem und Benes Erstaunen, gleich beim ersten Versuch durchsteigen konnte. Nachdem der Boulder meinem Kletterkollegen kurze Zeit später auch gelang, war unsere Motivation auf einem Höhepunkt. Wir ziehen also weiter und klettern fast alles was uns in die Augen springt. Darunter auch „Birds“ (fb 7c) und der aus einem Zug bestehende „Kill Bill“ (fb 7a).

Tag 2:

Als wir aufwachen hören wir schon wie der Regen auf die Scheiben prasselt. Da blieb uns nur der Sektor „Arabald“ mit einem gleichnamigen Boulder (fb 7b) in einem regensicheren Schacht.


Belagerung des Schachts

Tag 3:

Unsere Gesichter strahlen wieder aufgrund der Sonne, die dies ebenso tut. Nach langem Aufwärmen an Platten gelangt eine harmlos aussehende Kante in unseren Blick („Les cliquês à claques“ fb 7c). Dass sie uns letztendlich zwei Stunden fordern würde konnten wir ja nicht ahnen...

Danach geht es wieder von Block zu Block und wir probieren unter anderem den Klassiker „Serre Moi Fort!“ (fb 8a) an dem wir uns leider nur weiter unsere Haut abrieben.

 

Ich beim Ausbouldern von „Serre Moi Fort!“

Tag 4:

Da es mal wieder regnet und in Chironico sogar Schnee liegt, müssen wieder in den Schacht bei Arabald. Jedoch gab es dort schon sehr bald nichts mehr zu tun, also nahm uns der Bäda in seinem Auto noch weiter zu den anderen Bouldern, um zu sehen, ob diese trocken sind. Leider hält sich unser Glück sehr gring und somit kehren wir wieder zu unseren Quartieren zurück.

 

5. und letzter Tag:

Jetzt heißt es nochmal Alles geben, koste es was es wolle. Ich reiße mir dann auch in der Traverse „ Rah Plats Plats“ (fb trav 8a) die Finger blutig und klettere dann noch mit getapeten Fingern einige leichte Boulder. Auch Bene versucht mehrmals vergeblich einen weiteren 8a-Boulder.


Eher unangenehm beim Bouldern...

 

Nachdem dann die restliche Energie verpulvert war, beschließen wir aufzubrechen und am nächsten Morgen ging es dann schon wieder zurück in die Heimat.

Im Ganzen war es ein sehr gelungener und sehr lohnender Trip, bei dem alle mit riesigem Spaß ihre Motivation am Fels ausleben konnten. Die Rückkehr nach Chironico ist somit wohl in nicht allzu weiter Ferne zu erwarten.

 

Auf jeden Fall ist noch zu erwähnen, dass ich sehr erfreut darüber war, von unserer DAV Sektion ünterstützt zu werden, so dass mir noch genügend Mittel für einen weiteren Kletterurlaub zur Verfügung standen. Mein persönlicher Dank geht somit an unsere Sektion, die mir nicht nur diesen Trip ermöglichte, sondern auch sonst der Entwicklung junger Nachwuchskletterer so gut wie möglich beiträgt.

 

 

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