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| Teilnehmer: Fischer Christine, Drexler Sepp, Embacher Andi, Hackl Martin, Stojko Mihail (Teil 1) und Bauder Ulrich (Teil 1) |
Samstag, 21.07.2007 – Hintere Goinger Halt 2192m |
Sonntag, 22.07.2007 – Kopftörl 2058mDer zweite Tag begann weniger erfreulich, da der Blick aus der Wirtsstub’n nichts Gutes versprach und die Wolken sehr tief hingen. Unser eigentliches Ziel, die Ellmauer Halt 2344m, blieb uns an diesem Tag verwehrt und so brachen wir gegen 8 Uhr Richtung Kopftörlscharte auf. Bei leichtem Nieselregen führt uns der Weg über viel Geröll und einen kleinen Steig unterhalb des Friedrichsturms zur Kopftörlscharte 2058m. Nachdem es sehr ungemütlich und das Wetter unsicher war, machten wir uns nach einem Gruppenbild gleich an den Abstieg über den Hohen Winkel Richtung Stripsenjochhaus. Feiner Schutt ließ ein schnelles „Abfahren“ mit großartigen Einblicken in die Ellmauer Halt-Ostwand und Totenkirchl-Westwand zu. Der Weiterweg führt uns bei bewölktem Himmel über eine Leiter zum Stripsenjochhaus. Nach einer kleinen Brotzeit übten wir noch die Verwendung des Abseilachters, der Abseiltechnik sowie alles Rund ums richtige Anseilen. Nach zwei interessanten Tagen stiegen wir am frühen Nachtmittag zum Parkplatz bei der Grieseneralm ab und der 1.Teil „Klettersteiggehen“ war zu Ende.
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Donnerstag, 02.08.2007 – Amberger Hütte 2135m |
Freitag, 03.08.2007 – Sulztalferner 2680mUnsere Hochtourenpläne für heute wurden schnell zurückgestellt, als uns das Freitagswetter sehr nass und regnerisch aufweckte. Jetzt hieß es erst einmal abwarten, frühstücken und Hoffen auf Wetterbesserung. Den Vormittag verbrachten wir am Kachelofen mit Knotenkunde ( Sackstich, Bandschlingenknoten, Achterknoten, Garda-Knoten, Prusik, Halbmastwurf, Mastwurf ), Orientierung im weglosen Gelände ( Standortbestimmung ), beurteilen und lesen einer Karte ( Höhenlinien, Tourenplanung, geographische Darstellungen ) und Wetterkunde ( Großwetterlagen, Entstehung von Hoch- und Tiefdruckgebieten, Wetterbeurteilung ). Nachdem mittags die Regentropfen ausblieben, entschieden wir uns, zum Sulztalferner 2680m aufzubrechen und an der Gletscherzunge weiter Ausbildung zu machen. Wir stiegen zuerst entlang des Fischbaches und später über alte Seitenmoränen in 1,75h zum Sulztalferner auf. Die Sichtweite war unter 75m und somit bemerkten wir „Einsteiger“ nicht, dass wir bereits auf dem Gletscher standen, der an seinen Ausläufen mit viel Geröll bedeckt ist. Als erstes legten wir unsere Steigeisen an und lernten die Fortbewegungstechniken auf Eis ( Vertikal- und Frontzackentechnik ), die Trageweise eines Eispickels plus Pickelrettungsgriff und das richtige Setzen einer Eisschraube. Nach unserer Rückkehr und einem Cappuccino an der Amberger Hütte übten wir die Selbstseilrolle mit Gardaknoten an der Hauswand und freuten uns auf die warme Stub’n und unser Bergsteigeressen - Spaghetti Bolognese mit Salat und einem gemeinsamen Kaiserschmarrn als Nachspeise. Abends wurde neben der Schänke der neue Wetterbericht ausgehängt, welcher uns ein breites Grinsen bescherte. Schnell noch den Rucksack für morgen gepackt und ab ins Bett.
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Samstag, 04.08.2007 – Windacher Daunkogel 3351mDer Wetterbericht hatte nicht gelogen und so standen wir um 6:45 Uhr auf der Terrasse und bewunderten den Sulztalferner und Windacher Daunkogel im ersten Morgenlicht. Noch schnell das Frühstücken erledigt und schon stiegen wir wieder nach Süden zum Sulztalferner auf und standen nach 1,75h wieder am Gletscher. Nach einer kurzen Trinkpause und dem Anlegen der Gletscherausrüstung führte uns Bernd über die ersten Spalten zum Gletscherbruch des Sulztalferners und anschließend weiter zum Wütenkarsattel 3103m. Der Sattel bot einen herrlichen Ausblick auf den Wütenkarferner mit Hochstubaihütte 3173m und die in den Ötztaler Alpen liegende Wildspitze 3772m. Unser Weg führte uns weiter über einen sehr brüchigen Gipfelgrat. Nach einer Brotzeit am Grat ging der Weg weiter bis auf 3285m, wo uns „Einsteigern“ ein sehr ausgesetzter Gratübergang den nahen Windacher Daunkogel verwehrte. Auf einem Schneefeld unterhalb des Grats übten wir danach das Bauen eines T-Ankers für die Spaltenbergung und die Liegestützbremsstellung für einen Sturz auf Firn. Die Zeit verging rasend schnell und somit war die Verwunderung groß, dass wir 11h unterwegs und um 18:30 Uhr fast pünktlich zum Abendessen an der Amberger Hütte zurück waren. Es war eine Supertour mit vielen Erfahrungen auch ohne Gipfelglück! An diesem Abend war der Hunger riesig und die Bergsteiger-Schinkennudeln reichten bei Weitem nicht. Ein Nachschlag mit Bratkartoffeln, Leberkäse und Kaiserschmarrn war fällig. Der neue Wetterbericht sagte noch besseres Wetter voraus.
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Sonntag, 05.08.2007 – Sulzkogel 2795m und Jubiläumsklettersteig „Lehner Wasserfall“Das Wetter wäre perfekt gewesen, um den nahegelegenen Schrankogel zu besteigen. Leider war der letzte Tag angebrochen und ein Klettersteig bei Längenfeld wartete auch auf den Basiskurs. Nach unserem letzten Frühstück ( Wurst, Käse, Marmelade, 4 Brotscheiben und Tee – 7 Euro ) zeigte uns Bernd noch das Anlegen eines Fixseiles und Aufschießen einer Seilpuppe. Anschließend machten wir uns mit leichtem Gepäck auf den Weg zum Sulzkogel und standen nach 1,5h am großen Gipfelkreuz.
Nach einem zweiten Frühstück am Gipfel stiegen wir nach Gries ab, wo wir unsere Füße im eisigen Fischbach abkühlten. Nach einer kurzen Fahrt von Gries nach Lehn ( Bauernhausmuseum ) waren wir um 14 Uhr startklar für einen kurzen, aber traumhaft gelegenen Klettersteig am Lehner Wasserfall ( Kategorie B, kurze Stellen C/D ).
In 15 Minuten führte uns der Weg entlang eines Kreuzweges und über eine Hängebrücke zum Einstieg des Jubiläums-Klettersteiges. Der Klettersteig ist sehr gut mit Tritten gesichert und der Fels in gutem Zustand. Nach 45 Minuten erreichten wir den Ausstieg direkt am Wasserfall und stiegen über einen steilen Waldweg wieder zum Parkplatz ab. Die 4 Ausbildungstage waren zu schnell vorübergegangen und der regnerische Freitag hat uns eine abschließende Hochtour auf den Schrankogel genommen. Bei einem Überraschungsbecher im Restaurant Johanna fand unsere Abschlussbesprechung statt und eine würdige Abschlusstour auf den Großvenediger steht in Planung. |
Fazit:Die Teilnehmer des Alpinen Basiskurses bedanken sich bei ihrem Kursbetreuer Bernd für die gute Ausbildung, umfangreiches Wissen und erste Erfahrungen auf immer ernstzunehmenden Gletschertouren. |