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Stubaier-Höhenweg von Fulpmes über die Franz-Senn-Hütte nach Milders am 23./24. Juli 2005 |
| Tourenbegleiterin: Michaela Stark Teilnehmer: Jutta Fuierer, Irmengard Lindner, Karola Langer,
Birgit Weiss, Karin Fuchs,
Unser Ziel war die Franz-Senn-Hütte , die in 6 - 7 Stunden zu erreichen sein sollte. Das halbscharige Wetter verhüllte die hohen Berge in Nebelschwaden, aber unser Weg war gut beschildert. Vorbei an dem sicher sehenswerten Alpenpflanzen-Lehrpfad und den Ausläufern derKalkkögelberge gingen wir zum Schlicker Schartl, 2456 m, und weiter unter der Schlicker Seespitze entlang zum Seejöchl, 2518 m. Nach einer kleinen Pause und einer Diskussion, ob der aus den Wolken hervorlugender Gletscherberg tatsächlich der Habicht sei, ging es weiter auf dem nun in der Karte als Franz-Senn-Weg benannten Weg. Kurz danach entschieden sich Klaus und Karin die Tour wegen Knieproblemen abzubrechen. Sie gingen zurück und wir waren somit 7 Teilnehmer mit einem Auto. „Kein Problem, im Stubaital verkehren Busse und die Stubaitalbahn fährt direkt nach Innsbruck. Und von da ist es nur noch ein Katzensprung mit dem Zug nach Rosenheim“ versicherte Michaela. Das Seejöchl ist die Grenze zwischen dem Kalksteingebirge und den jetzt beginnenden Urgesteinsbergen. Unser Weg führte uns in 2200 -2500 m Höhe an der Flanke der „Hohen Schöne“ entlang . Nach einer Pause gegen 13:30 Uhr erreichten wir um 15:30 Uhr den Brotzeit-Stützpunkt „Hochseduckalm“. Der kleine Innenraum war bereits von einer Gruppe Schwaben lautstark besetzt. So laut, dass sich sogar der Bruder des Almbesitzers lieber zu uns auf den Bänken vor die Alm setzte. Nach einer kleinen Brotzeit und bevor der Almerer uns endgültig erklärt hatte, warum es für ihn auf dieser Alm „koa Sünd“ gibt, setzten wir unsere Wanderung fort und erreichten die Franz-Senn-Hütte um 17:30 Uhr . Für schlappe 31,95 Euro/Person hatten wie Halbpension und ein Lagerzimmer für die Gruppe. Erwähnenswert ist das Frühstücksbuffet mit vorzüglichem Kaffe „satt“ und im Preis eingeschlossen die Brotzeit für den folgenden Wandertag. Die Frage ob der einzige Gletscherberg den wir gesehen hatten der Habicht ist, konnte mit Hilfe von Karte und Kompass geklärt werden. Er war es nicht. Am nächster Morgen war der Himmel mit hohen Wolken bedeckt, aber die Berge waren zu sehen. Abmarsch um 8:00 Uhr. Unser nächstes Ziel war der Schrimmennieder auf 2714 m, also nur ca. 600 Höhenmeter. Als häufiger Hochries-Geher nahm der Verfasser dieses Berichtes an, dass wir in 1,5 bis 2 Std. auf dem Schrimmennieder sein müssten. Nach einer guten Stunde und vielen Höhenmeter waren wir immer noch auf unserer Ausgangshöhe von 2150 m. Nach einer weiteren halben Stunde deutete sich wieder ein Abstieg in ein Tal an, aber der Platz war schön für eine Pause. Danach ging es erst bergab und dann aber kontinuierlich bergauf. Um 11:30 Uhr erreichten wir den Schrimmennieder, den höchsten Punkt dieser Tour. Kurze Pause und Diskussion: sollen wir den direkten Weg über die Schneewechte nehmen oder über die drahtseilversicherten Felsen gehen. Wir nahmen den Felsenweg. Der Abstieg zum Schrimmen, 2300 m, war steil aber problemlos. In 40 Min. erreichten wir den Verzweigungspunkt: Rechts zur Neuen-Regensburger-Hütte in 20 Min. und links zur Milderaun-Alm und nach Milders. Wir nahmen den Weg zur Milderaun-Alm (nächste Brotzeitstation). Auf der Karte ist der Weg ziemlich eben um die 2300 m Höhelinie eingezeichnet. Aber es ging viel mehr auf und ab als wir es vermutet hatten. Deshalb noch mal eine Pause auf dem als „Ring“ bezeichneten Punkt in 2370 m Höhe. Die Frage nach der Temperaturänderung mit der Höhe wurde aufgeworfen, der Verfasser hat im schlauen Buch nachgelesen, es werden ca. 7°C Temperaturänderung pro 1000 Höhenmeter angegeben. Aber die Temperatur war ideal für diese Tour weil die Sonne nicht aus den Wolken hervor kam. Auf dieser gesamten Wegstrecke konnten wir jetzt den Habicht sehen, erst rechter Hand vor uns, dann rechts neben uns und endlich rechts hinter uns. Um 16:30 Uhr erreichten wir die Milderaun-Alm, 1671 m, -ENDLICH- „Für eine Brotzeitpause reicht die Zeit leicht, es verkehren ja viele Busse im Stubaital“ meint Michaela. Um 18:30 Uhr dann der Ort Milders mit Taxistand (das mit dem problemlosen Bustransport hatte sich erübrigt, denn es war Sonntag und damit reduzierter Busverkehr). Das Taxi brachte uns zurück nach Fulpmes, Jutta und Peter zur Bushaltestelle (20:30 Uhr direkt nach Innsbruck-Hauptbahnhof ) und uns zum Auto auf den Parkplatz an der Kreuzjochbergbahn. Insgesamt eine schöne Zweitagestour. Die Wege enthielten keine besonderen Schwierigkeiten. Allein der Weg von Schrimmen zur Mideraun-Alm könnte bei Nässe an einigen Stellen schwierig werden, da er durch Grasgelände führt. Er wird offensichtlich nicht sehr häufig begangen und wächst an einigen Stellen zu. Ein herzliches Dankeschön an Michaela, die uns sicher geleitet hat. Eine Fortsetzung dieses Stubaier-Höhenweges würden die Teilnehmer gerne mitgehen. Wolfgang Boras |